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Unbeirrt

Schlagen die Kastanien im Garten aus
Und blüht der Apfelbaum auf
Unberührt
Ziehen Vögel
Und jemand kocht Kaffee
Ich
Will den Glauben nicht verlieren
Dass es gut werden könnte

Für den Moment ein Tag am Meer

Hitzeflirrend sonnensatt die Wiederkehr

Von Gezeiten

Die Weiten

Der Wellen

Die schnellen

Spritzer der Gischt

Glitzernd im Licht

Ein flüchtig seliger Traum im Januar

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Im Großstadtdschungel hängen grüne Papageientrauben
‪Sitzen süßlich gurrend Tauben
‪An den Bäumen auf den Ästen
‪Lärmen zwischen letzten Resten
‪Welker Blätter
‪Rasende Städter
‪Erschrecken Sonntagsschlenderer
‪Tanzend werben Weltveränderer
‪Stahlraupen kriechen über Schienen
‪Duft von Winterblüten lockt keine Winterbienen
‪Die berittenen Denkmäler haben Grünspan angelegt
‪Und ihre Patrouillen längst eingestellt
‪Und weiter dreht sich die Welt

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Bunt leuchtet Hoffnung durch schillernde Fenster
Die Schwester
Des künftigen Glücks
Es lohnt kein grämender Blick zurück
Jeder Tag hat seine Schönheit
Und jede Zeit
Birgt in sich ihr Geschenk

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Feen haben Sträucher mit Kugeln behängt
Und entblätterten Bäumen eine Decke geschenkt
Stille liegt sanft
Bereit dem lärmend verängstigten Land
Ruhe zu schenken
Und zu bedenken
Was zählt

Still liegt der See
Zwischen den Bergen mit ewigem Schnee
Im August sind die Nächte schon kalt
Und bald
Treiben die Hirten die Herden ins Tal
Verlassen und fahl
Bleibt die Höhe zurück
Die Hirten die hoffen auf Segen und Glück
Sich gegen die Härte des Winters zu wehren
Um im nächsten Jahr wiederzukehren
Die Lager der Sommer errichten
Im Frischen und Lichten
Beständig im ständigen Wechsel der Zeit

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Verborgen hinter Nebelschwaden liegt nur grau
Vom Blau
Der Sommersonnentage
Bleibt nur der vage
Hauch im flüchtigen Gedanken
Der feste Stand weicht einem Wanken
Gewissheit löst sich auf in Schweben
Ein jedes Leben
Hat einen Anfang und ein Ende
Vielleicht zur Winterwende
Löst sich der Bann
Und es fängt ein neuer Frühling an

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Verschlungene Bäume
Versunken in Träume
Wie Liebende in der Nacht
Die ganz sacht
Sich nur strecken
Den anderen nicht zu wecken
Inniglich
Vertraut und vereint mit sich

Sie saß in der Bahn
Er sah sie an
Sie wurde nervös
Er fand sie süß
Sie lächelte schüchtern
Er war nicht ganz nüchtern
Und brachte nichts heraus
Dann stieg sie aus
Er war ein wenig traurig zu Haus

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Schüchtern schimmert rot auf einen Hauch von Eis
Noch schützt kein Weiß
Die kahle Erde
Auf dass der Winter gnädig werde
Und uns verschont von Not
Und Tod
Dass uns Hoffnung Wärme schenkt
Und Helles unsre Wege lenkt

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Dem Elch war kalt
Die anderen waren am See
Er blieb alleine im Wald
Und wartete auf ein Reh

Sie brachte ihm Walzer bei
Er liebte es zu tanzen
Sie kam jeden Mittwoch zwei
Die Familie hielt nichts von Extravaganzen

Dann wiegten sie sich zur Waldmusik
Er begeistert
Sie mit Geschick
Und freundlich erheitert

Sie hatte noch nie einen solchen Schüler gehabt
Meist waren es Rehe mal ein Fasan
Doch ein Elch und schon so betagt
War neu und sie freut sich daran

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Jeden den Samstag kurz nach drei
Kommt bei den Meiers Frau Schmidt vorbei
Meist bringt Frau Schmidt
Etwas Kuchen mit
Für die Meiers gibt es Kaffee
Frau Schmidt trinkt Hagebuttentee
Gegen halb vier
Holt Herr Meier sein Bier
Und geht nach nebenan
Denn dann fängt Bundesliga an
Zur Halbzeit kommt er wieder raus
Die Damen blicken hier kaum auf
Sie sind beim Likör
Und freuen sich sehr
Über die fröhliche Zeit
Erst nach dem Abpfiff ist es soweit
Frau Schmidt geht nach Haus eigenen Text hinzuzufügen und mich zu bearbeiten.

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Sonnengelber Sommertraum
Schäfchenweißer Wolkenschaum
Meeresrauschen klares Grün
Rosarotes Abendglühen
Salzig knirscht der Sand
Am Strand
Dösen
Lesen
Unter den Wellen tauchen
Nichts weiter brauchen

Wie ein Stern steht der Mond
Der ruhig am Himmel thront
Er will nicht prahlen
Ist nicht eitel in seinem Strahlen
Will nicht mehr sein
Als ein schützender Schein
Er ist mein Begleiter
Und leuchtet immer weiter

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Schützend hat sich Schnee über letzte Blüten gelegt
Wie feines Tuch gewebt
Aus Kristallen
Glänzt über allen
Äckern und Wiesen
Bis in ersten Frühlingsbrisen
Die Pracht zu Tropfen zerrinnt
Und das Blühen neu beginnt

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So viele Jahre zusammen
Die Kinder längst gegangen
Über die Zeit ist die Liebe verblichen
Ist begehren gewogen gewichen
Und alles stürmisch Wilde
Einer verstehenden Milde
Stunden und Tage verrinnen
Neue Jahre beginnen
Ein ruhiger Fluss
In stetigem Lauf bis zum Schluss

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Goldgeschmückte Bäume säumen schmale Pfade
Alles Strenge und Gerade
Löst sich auf
Im Lauf 
Der Zeit 
Wird hell und weit 
Und leicht wie ein goldenes Blatt 
Schwebt sonnensatt 
Der herrliche Tag

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Mehr Meer mehr
Möwen fliegen hin und her
Wellen wogen
Kinder toben
Vati trinkt ein Bier
Und denkt das gönn ich mir
Mutti hat ein Auge auf die Kleinen
Denkt sich es sind ja nicht die seinen
Nur das weiß keiner außer mir
Und sagt zu ihm ist schön so hier

Im Schatten der Linden
Ruhe finden
Die Pfingstrose bestaunen
Und auf das sanfte Raunen
Des Baches hören
Nichts kann mich stören
Wenn ich Ruhe in mir trage

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Zwischen den Jahren
Zwischen lösen und bewahren
Schweben Stunden
Sekunden
Zwischen werden und war

Vergangenes ist nicht veränderbar
Gnade verzeiht
Liebe macht weit

Künftiges liegt hinter Schleiern verhüllt
Bangen mischt sich mit Hoffnung dass sich erfüllt
Was wir wünschen und ersehnen

Ich will mit Vertrauen mich lehnen
Auf das was kommt und das was bleibt
In der neuen Zeit

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Vorfrühling

Fern vom Trubel

Vogeljubel

Graue Wiesen

Erstes Sprießen

Früher Bäume

Frühlingsträume

Mondbeglänzter Schnee umhüllt die Stadt mit Stille

Weich wird drängend wilder Wille

Gequälte Seelen finden Frieden

Was getrennt war und verschieden

Vereint sich und wird hell und ganz

Freundlich neigen Fremde sich zum Tanz

Zu unhörbaren Klängen der verzauberten Nacht

Der Tag erwacht

Regen setzt ein

Stetig und fein

Bis alles Weiß zu Grau zerrinnt

Glücklich wer sich besinnt

An die Mondnacht

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